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Anruf von Kurt, 15. Mai um 09:15h. Das Team “Black Magic” fährt jetzt zusammen mit dem Team “Primavera” aus Deutschland. Einige von uns lernten dieses Team anlässlich des letztjähren Sommerhöck in Welschenrohr kennen, als uns Kurt und Hanspeter die Bilder der Superkarpate 2009 zeigten. Da sich diese beiden Teams bestens aus früheren Trophys kennen, ergänzen sie sich bestimmt bestens. Hoffen wir, dass sich dies auch in der Platzierung positiv zeigen wird.  

Die bisherige Schadensbilanz:

Kurt hatte Probleme mit der Dichtheit des Kühlsystems und mit der Servo-Pumpe, welche repariert werden musste. Damit verloren “Black Magic” ca. 6 Stunden.

Hanspeter riss im tiefen Morast eine Dieselleitung ab, auch dieser Schaden konnte aber rasch behoben werden.

Die Route gestaltet sich ziemlich abwechslungsreich, in höheren Lagen liegt noch vereinzelt Schnee, was aber kein wirkliches Erschwernis darstellt. Gestern Freitag gab es starken Hagel, heute Samstag scheint schon wieder die Sonne und Rumänien präsentiert sich im besten Licht. Entsprechend gut ist die Stimmung und der Optimisums, wieder etwas in der Klassierung aufzuholen.

Gruss an Euch alle! i.A. Kurt, Dani

PS: Wenn jetzt Kurt und Hanspeter nicht miteinander kommunizieren, dann liegt das nicht an der Stimmung (die ist bestens), sondern lediglich daran, dass Hanspeter sein Funkgerät derart gut in sein Armaturenbrett integriert verbaut hat, dass der eingebaute Lautsprecher, da nun völlig abgedeckt, nicht  gehört werden kann……@HP ich habe da noch einen externen Lautsprecher passend zu Funkgerät zu verdealen….günstig ;-)

Start der 2. Etappe

Der Start in die 2. Etappe ist für die ‘Crazy Dogs’ gut verlaufen. Bei der Sonderprüfung muss ein Rad eines Fahrzeuges durch einen Behelf ersetzt werden und mit diesem ‘Hilfsrad’ eine kurze Strecke zurückgelegt werden. Wir haben diese Aufgabe mit Hilfe einer ‘Scheibe’ von einem Stamm aus der nahen Sägerei recht schnell gelöst und starten als erstes Team in den Korridor.

Die erste Strasse führt auf ein Hochplateau. Dort, auf über 1’500 Meter, liegt noch Schnee in der Wegspur. Zu Beginn kommen wir mit unseren Ketten noch recht gut voran. Der Schnee wird immer höher, der Wald dichter und der Weg schlechter erkennbar. Wir suchen den Weg zwischen den Bäumen und setzen auch die Winde ein. Durch ein Problem mit der Kommunikation geht dabei die Seitenscheibe vom Disco in die Brüche. Inzwischen haben mehrere Teams zu uns aufgeschlossen und alle versuchen vergebens, weiter zu kommen. Wir entschliessen uns, den Korridor zu verlassen. Über eine steile, ausgefahrene Rückegasse fahren wir hinunter ins nächste Tal. Dieser Weg fordert uns nochmals richtig! Nur mit Winde und elastischem Bergegurt schaffen wir die Durchfahrt.

Wieder im Korridor, hat sich die Landschaft völlig verändert. Wir erreichen den ersten Kontrollpunkt ohne Probleme, fahren im Slalom-Kurs durch Buchenwälder und über Bergweiden. Es macht richtig Spass und wir kommen gut voran. Am Abend haben wir rund einen Viertel des Korridors befahren, jedoch erst einen Fünftel der Zeit verbraucht.

Unser Weg durch den Korridor 2 (erster Tag)

Tipp: Karte mit dem Lupensymbol vergrössern, auf ‘Earth’-Ansicht schalten und in 3D betrachten.

Elevation Profile
Speed Profile

Am Dienstagabend wurde die erste Zwischenrangliste präsentiert.

Im Klassement führt das Team “Spirit of Expedition”. Die “Crazy Dogs” liegen auf dem ausgezeichneten 2. Rang. Das Team “Black Magic” liegt im Moment auf Rang 6. Die Abstände zwischen den Teams sind sehr klein. Zwischen dem ersten und dem sechsten Rang beträgt die Differenz nur 25 Punkte.

Der erste Tag in Rumänien

Am Sonntag geht es nach einer kurzen Nacht – wir sind erst um 0:30h im Camp angekommen – mit der 1. Sonderprüfung los. Die Aufgabe ist, ein Fahrzeug um 10 cm anzuheben. Dabei muss die ganze Grundfläche plus ein zusätzlicher Abstand von 20 cm um das Fahrzeug frei in der Luft sein. Das Team Crazy Dogs hat diese Aufgabe mit Bravour gelöst. Wir unterlegen die Ladeschienen von Andreas mit vier Reifen und fahren mit Hilfe der Waffleboards und zwei Sandblechen quer auf die Schienen.

Von der Maximalzeit von 2 Stunden haben wir gerade mal 10 Minuten gebraucht. Wir sind deutlich vor allen anderen Teams fertig und können als erste starten.

Die erste Strasse im Korridor ist bereits nach wenigen Kilometern durch umgestürzte Bäume gesperrt. Ein Durchkommen scheint unmöglich. Wir fahren zurück und probieren eine Abzweigung aus, die nicht auf der Karte ist. Der Weg führt in eine Kahlschlagfläche, verzweigt sich mehrmals und endet schliesslich im Jungholz. Im sanft ansteigenden Hang fahren wir schliesslich durch einen lichten Buchenwald zum nahen Waldrand. Über Alpweiden und durch Buchenwälder geht es weiter zum ersten Kontrollposten.

Alles läuft ausgezeichnet. Die Wege sind fahrbar. Die Karte stimmt. Wo sind die berüchtigten Schwierigkeiten der Superkarpata? Stimmt das alles etwa gar nicht?

Plötzlich bleibt der Motor vom Disco stehen. Ein Ast hat die Benzinleitung abgerissen. Andreas und Viktor beheben den Schaden in kürzester Zeit.

Während der Reparatur beginnt es zu regnen. Die Wege werden immer rutschiger. Unser Defender mit den MT-Reifen hat etwas zu wenig Grip. Auf einem ebenen Weg kommen wir für 100 m nur noch mit der Winde voran. Die Räder drehen trotz Sperren im weichen Lehm durch.

Beim letzten Aufstieg zum ersten Kontrollpunkt werden wir vom Team ‘Spirit of Expedition’ überholt. Unsere Stimmung steigt an, als wir erfahren, dass wir diesen Punkt als zweites Team erreichten.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt stellen wir unser Lager in einer Waldlichtung auf und grillen unser Fleisch im strömenden Regen.

Unser erster Tag im Korridor 1

Tipp: Karte mit dem Lupensymbol vergrössern und dann mit ‘Earth’ Ansicht in 3D betrachten.

Elevation Profile
Speed Profile

Anruf von Kurt, Team “Black Magic” am 10. Mai, ca. 17.30H: Die SK hat bereits erste Materialopfer gefordert. Carrosserie- sowie auch mechanische Schäden (HP: Diff.) sind zu beheben, die Fahrzeuge sind jedoch noch Fahrtüchtig. Die Teams befinden sich darum zur Zeit bei einem Dorfmechaniker, um die Schäden zu beheben. Dessen Garage dient heute Nacht auch gleich als Schlaflager für die beiden Landys und Ihre Fahrer /in. “Die Gastfreundschaft der Dorfbewohner ist unglaublich” schwärmt Kurt, “die schleppen Mengen an fester wie flüssiger Nahrung an!”  Um das leibliche Wohl des Teams müssen wir uns wohl keine Sorgen machen…..ich vermute eher schon um die Brummschädel der 4 Helden Morgen früh ;-) .

Kurt berichtet noch von einem abenteuerlichen Manöver, welches leicht hätte ins Auge gehen können. Kurt und Sue’s Landy rutschte auf schmierigen Pisten zu einem Abgrund und konnte in noch gerade letzter Sekunde und viel Glück, mit der Hinterachse bereits über dem Nichts, angehalten werden! Über die Bergung aus dieser misslichen Lage existiert ein Video-Dokument, welches uns so bald als möglich übermittelt werden soll. Wir dürfen also gespannt sein!

Kontakt zu den Teams “Crazy Dogs”  gibt es zur Zeit keinen.  Morgen gehts weiter. Gruss an Alle!

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